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Kurzinfo HeadAmp 4


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Kurzinfo KeyMix 6


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Test KeyMix 6 in Tastenwelt 4/02

Bericht zum KeyMix 6 in Keys 5/02, Kaufberatung Linemischer

"Info-Test" GRAPEVINE-Serie in Keyboards 5/02


 

TASTENWELT 4/02

Test GRAPEVINE KeyMix 6
Jürgen Richter

Ganz einfach mischen

Linemixer gehören zu den oft unterschätzten Gattungen in der Welt der Bühnenelektronik. Der von SPL gebaute Grapevine Key Mix 6 ist aber mehr als ein reiner Linemixer. Mit Mikrofonkanal und anderen Features entpuppt er sich als echtes Multitalent.

Audioqualitat und Möglichkeiten eines Mixers stehen oft in einem proportionalen Verhältnis zueinander. Was tun aber, wenn man ein Gerat sucht, das einfach nur ein paar Signale zusammenführt, das aber auf bohem Niveau? SPL weiß die Antwort. Und egal, wo man ihn sieht, dieser kleine Rackmixer fällt jedenfalls sofort auf.
Das liegt in erster Linie an der grünen Farbe, mit der die Frontplatte lackiert wurde. Dass sich dahinter ein höchst respektables Gerat verbirgt, kann man erst nach näherer Inspektion vermuten – wenn man den kleingedruckten Zusatz „designed by SPL“ entdeckt. Und von SPL kennt man nur respektable, nicht selten einzigartige Gerate.
Grapevine ist ein OEM-Produkt, das im Auftrag einiger Fachhändler – Amptown (Berlin), Professional Equipment (Ratingen), Music Shop (München), Musik Produktiv (Ibbenbüren), Sound & Drumland (Berlin) sowie Thomann (Burgebrach) – von SPL hergestellt wird. Neben dem KeyMix 6 gibt es auch noch einen Kopfhörer-Verstärker (HeadAmp 4) in vergleichbarem Design.

KONZEPT
Der Key Mix 6 hat in seinem Namen schon fast alles, was er auch kann. Es handelt sich also um einen Mischer, der primär für Keyboards gedacht ist, und der mit sechs Kanälen aufwarten kann. Ihn darauf zu reduzieren, wäre aber stark untertrieben. Warum?
An der linken Seite fällt ein XLR-Eingang auf, der zusammen mit dem dazugehörigen Schalter „48 V“ für die Verarbeitung von niederpegeligen Mikrofonsignalen ausgelegt ist und auch vor hochwertigen Kondensatortypen nicht zurückschreckt. Zu diesem Eingang gehört ein Insert (Einschleifweg) an der Rückseite. Der nächste Eingang ist ein Mono-Line-Lingang. Im Gegensatz zum Mikro-Input besitzt er einen Pan-Regler. Beide Eingänge sind mit einem To-Monitor-only-Schalter versehen (mehr darüber später).
Kanal drei entspricht dem zweiten Kanal (bis auf den To-Monitor-only-Schalter). Die Kanäle vier, fünf und sechs sind dagegen als Stereokanäle ausgelegt und haben dementsprechend zwei Eingänge, aber nur je einen (Gain-) Regler. Alle sechs Kanäle werden nun parallel sowohl auf einen Master-Gain als auch auf einen Monitor-Gain gelegt. Vor den Master-Gain ist noch ein Master-Insert geschaltet. Auch weitere Details zeugen von der praxisorientierten Arbeit der Entwickler.
So ist das Netzteil eingebaut und wird per Kaltgerätekabel mit der Dose verbunden. Die Monitor-Out-Buchsen können auch für Kopfhörer verwendet werden. Und schließlich ist an der Rückseite ein Ground-Lift-Schalter zu finden, der Brummprobleme lösen hilft. Ebenfalls ins professionelle Bild passt, dass die gesamte Signalführung symmetrisch ausgelegt ist.

PRAXIS
Die Frage stellt sich, was man mit diesem Gerät so alles anfangen kann. Hat man erst mal ein wenig damit gearbeitet, fallen einem immer neue Einsatzmöglichkeiten ein. Das liegt zum Teil an der Flexibilität, zum großen Teil aber auch an der herausragenden Audio-Qualität mit dem sehr geringen Grundrauschen (Rauschspannungsabstand größer 90 dBu).
So ist es gar kein Problem, den KeyMix als hochwertigen Grundstock eines computerbasierten Heimstudios zu verwenden. Im Live-Rack des Alleinunterhalters ist das Teil ebenso zu Hause. Erfahrungsgemäß muss man die Stimme gar nicht so oft im Klang regeln – sondern nur bei bescheideneren Mischpulten, ungeeigneten Mikrofonen oder schlecht klingenden Räumen. Im zuletzt genannten Fall hilft am besten ein Master-EQ, der dann auch alle anderen Instrumente besser klingen lässt.
Ein trickreiches Feature ist die To-Monitor-only-Option. Dieser Schalter sorgt dafür, dass der betreffende Kanal nur noch auf den Monitor-Ausgang gelegt wird. Er taucht nicht mehr in der Summe und logischerweise auch nicht mehr im Summen-Insert auf. Sinnvoll ist dieses Feature, wenn man den KeyMix 6 als Submixer verwendet. Dadurch kann man sich beim Zusammenspiel mit anderen Musikern deren Signal auf den eigenen Monitor geben lassen, ohne dass es doppelt auf der Hauptanlage auftaucht. Im Heimstudio sorgt dieses Feature dafür, dass man das Gerät gleichzeitig als Input- wie als Monitormischer verwenden kann - beide Wege sind unabhängig voneinander und übersprechen somit nicht.

FAZIT
Zwei Eigenschaften machen den KeyMix 6 für die verschiedensten Anwender interessant – ausgezeichnete Audioeigenschaften und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten durch eine flexible Architektur. Mit einem Satz: ein rundum empfehlenswertes Gerät zum moderaten Preis.

 


 

Keys 5/02, Kaufberatung Linemischer
Ulf Kaiser

„Der Grapevine Keymix 6 – ein gutes Beispiel für einen vorbildlichen Linemixer: Komplett symmetrische Signalführung und Mikrofoneingang mit Phantomspeisung.“ (KEYS 5/02)

KLEINE RACKER

Wer externes Equipment nutzt, muss Signale über Mischpulte zusammenführen. Nicht immer ist jedoch eine große Konsole gewünscht. Es gibt Fälle, da reichen einfache Drehregler pro Kanal aus. Zeit also, die Bambinoklasse der Mischpulte unter die Lupe zu nehmen: Rackmixer mit einem Platzbedarf von nur einer Höheneinheit.

Typische Sonderfunktionen, wie vielseitige EQs, zahlreiche Auxwege und Busse, lange Fader oder eine umfangreiche Pegelkontrolle sind entbehrlich, wenn das Budget oder der vorhandene Platz Kompromisse erfordern. Vielleicht besitzen Sie ja schon ein Mischpult und wollen, trotz des gerade angeschafften neuen Synthesizers, nicht gleich ein größeres Gerät im Heimstudio unterbringen.

Ebenso wenig möchten Sie im Falle eines Live-Auftritts Ihr Mischpult auf die Bühne wuchten. Der Griff zum kleinen Rackmixer ist da nahe liegend. Grundsätzlich gibt die Bauform weder ein spezielles Einsatzgebiet vor, noch erlaubt sie einen Rückschluss auf die Klangqualität. Auch in der Kompaktklasse gibt es Einsteiger- und Edelmodelle und sogar eine ganze Reihe spezieller Problemlöser.

Einsatzgebiete

Auf der Bühne und im Proberaum erweisen sich Rackmischer als ideales Werkzeug für den Keyboarder: Die Synthesizer-Signale werden vorgemischt. Besonders bei Konzerten wird der angeheuerte Tontechniker dankbar sein, wenn er keine sechs bis acht zusätzlichen Kanäle des Keyboarders kontrollieren muss. Kommen Sie aber nicht auf die Idee die Saal- oder Monitoring-Konsole durch einen Rackmixer zu ersetzen: Ohne EQs endet das mit Sicherheit in einer Feedback-Orgie.

Ein regelbarer Kopfhöreranschluss ist live ein Segen. Er erlaubt verbesserte Signalkontrolle bei ungünstigen akustischen Bedingungen und hilft bei der Fehlersuche. Auch ein Effektweg oder ein zusätzlicher Ausgang erhöht die Flexibilität. Er gestattet darüber hinaus auch einen zweiten Mix beispielsweise für eine Monitoranlage. Robuste Bauweise, ein internes Netzteil und symmetrische Ausgänge sind weitere Kriterien, die im Mobilbetrieb einen Aufpreis rechtfertigen.

Sehr sinnvoll ist die Kombination von Rackmixer und Mehrspur-Recorder. An die Ausgänge eines ADAT- oder DTRS-Recorders angeschlossen sorgt man für eine Platz sparende Abhörmöglichkeit der Aufnahme. Auch eingangsseitig kann manches Modell die oft notwendige Mikrofonvorverstärkung bereitstellen.

Natürlich ist man aber nicht nur für Auftritte unterwegs. Manch einen verschlägt es beruflich temporär in andere Gegenden, andere wünschen sich das mobile Setup für die Reise ins Ferienhaus. Auch hier gestatten Rackmixer Pegelkontrolle über das gesamte Equipment, unabhängig ob es sich um Synthesizer, Gitarren, Mikrofone oder Kassettenrecorder handelt.

Auch im Studio kann es nützlich sein, Signale über einen Submischer zusammen zu fassen. Wer auf der voll belegten Hauptkonsole Platz schaffen muss, der wird in vielen Fällen über Ausweichmöglichkeiten mehr als dankbar sein. Im Falle von Synthesizern kann man eher als bei akustischen Instrumenten auf die obligatorische Klangregelung verzichten. In diesem Fall ist ein eingebauter Auxweg wünschenswert, um bei Bedarf ein eigenes Effektgerät zum Einsatz zu bringen.

Ein anderes Paradebeispiel sind die Rückführungen von externen Effektgeräten. Wer alle Auxwege nutzt, muss eventuell wichtige Hauptkanäle verwenden, um die Effekte zurück ins Pult zu bringen. Wie gerufen kommt da der kleine Submixer mit seinem Stereo-Ausgang.

Bleibt schließlich noch der musikalische Einsteiger und Minimalist. So ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, dass ein Großteil der Klangerzeugung aus der Soundkarte des Rechners ertönt. Dem Rackmixer kommt in diesem Fall oft die Funktion einer Pegelsteuerung der Abhörlautstärke zu, mit dem praktischen Bonus, weitere Signalquellen zusatzlich parat haben zu können: den eigenen CD-Player, die Gitarre oder den Synthesizer des Nachbarn. Und hat man erst die Nachbarin in die klingende Wohnstube gelockt, ist der Mic-Preamp für die Gesangsaufnahme nicht nur Geld, sondern Gold wert!

Wer ein Kondensatormikrofon einsetzen möchte, der sollte auf eine eingebaute Phantomspannung achten, ohne die das Mikrofon stumm bleibt. Wie zuvor erwähnt, würde auch in diesem Fall ein Auxweg den Einsatz eines externen Effekt-gerätes ermöglichen, falls die CPU mal nicht mehr genügend Pluglns berechnen kann. Oder Sie nutzen die Effektreturns einfach als zusätzliche Eingänge - Inputs kann man nie genug haben.

Fazit
Rackmixer können in den unterschiedlichsten Umgebungen sinnvoll ihre Dienste verrichten. Das zentrale Kaufargument bleibt jedoch der geringe Platzbedarf der kompakten Geräte. Obwohl wünschenswert, findet sich nur in nur in den seltensten Fällen eine Klangregelung: ein Tribut an die Größe.

Mikrofoneingänge bedeuten nicht zwangsweise einen höheren Kaufpreis. Guten Kondensatormikrofonen sollten Sie allerdings einen Vorverstärker der gehobenen Klasse und eine voll symmetrische Signalführung gönnen, wie sie etwa der Keymix 6 von Grapevine oder der Rane MLM 82a bieten. Dabei gilt, wie in vielen Fällen: Das Budget entscheidet wesentlich über die Funktionalität. So gibt es Unterschiede in der Kanalanzahl, -ausstattung, Signalführung und natürlich im Preis.


Markt & Meinung

Volker Sauerbrey vom Musikhaus Thomann in Burgebrach:
„Der ideale Linemixer sollte mindestens drei Stereo-Kanäle und zwei Mono-Eingänge besitzen, ein bis zwei Mikrofoneingänge mit EQ und 48-V-Phantomspeisung, Insertwege für die Mikrofon-Eingänge – ein Main-Insert ist wünschenswert. Ebenso sollte mindestens ein regelbarer Auxweg, Volume- und Panorama-Regler zur Ausstattung gehören. Bei den Kundenwünschen steht die Kanalanzahl ganz oben, dicht gefolgt von Mikrofoneingängen und Auxwegen und Klang. Im Moment sind die gefragtesten Mixer der MAM SLE82, Behringer MX882 und der Grapevine Keymix 6.“

Axel Urban, Leiter der Studio- und Keyboardabteilung von Musik Produktiv in Ibbenbüren, sieht einen Bedarf an kompakten Linemixern.
„In den meisten Fällen freut sich der Musiker bei dieser Gerätekategorie über eine möglichst große Anzahl Stereokanäle, aber natürlich auch über Extras wie Auxweg, EQ und Monitorweg. Eine Pegelanzeige sollte meiner Meinung nach zum Standard gehören. Unser Bestseller ist derzeit der Grapevine Keymix 6, ein Gerät mit tollen Features, Mic-Preamp und SPL-Sound!“

 


 

KEYBOARDS 5/02 , "Info-Test"
Björn Bojahr

GRAPEVINE HEADAMP 4 UND KEYMIX 6
KOPFHÖRERVERSTÄRKER UND KEYBOARD-MIXER

HeadAmp 4

Beim Grapevine HeadAmp 4 handelt es sich um einen ClassA-Stereo-Kopfhörerverstärker. Vier Kopfhörer können frontseitig angeschlossen und getrennt in der Lautstärke eingestellt werden. Jeder Kopfhörerausgang kann dabei entweder nur den linken, nur den rechten oder beide Kanäle wiedergeben. Im letzteren Fall gibt es eine Mono-Funktion, die das Stereo-Signal zusammenmischt und auf beiden Kanälen wiedergibt. Eine Absenkfunktion um 12 dB verhindert einen zu hohen Eingangspegel, Übersteuerungen werden durch eine kleine LED angezeigt.

Auf der Rückseite gibt es einen symmetrischen Stereo-Klinkeneingang, der auch unsymmetrisch beschaltet werden kann, sowie einen unsymmetrischen Ausgang, zu dem das Eingangssignal durchgeschleift wird. Ein internes Netzteil, ein Ground-Lift-Schalter auf der Rückseite und ein Power-Schalter auf der Vorderseite sind nützliche kleine Details. Die Verarbeitungsqualität ist ausgesprochen hoch und auch klanglich verspricht der Schriftzug „designed by SPL” höchste Qualität.

Keymix 6

Mit dem Grapevine Keymix 6 füllt sich genau die Lücke zwischen mehreren Synthesizern im Homestudio und einem digitalen Harddisk-Recording-System. Drei Stereo-Signale und drei Mono-Signale lassen sich hier vorverstärken und auf einen Stereo-Klinkenausgang zusammenmischen. Die Stereo-Signale sind dabei in ihrer Lautstärke regelbar, eine Mono-Schaltung gibt es nicht. Die ersten zwei Kanäle sind als Mikrofonvorverstärker ausgelegt, wobei der erste Kanal auch eine 48V Phantomspeisung und einen XLR-Anschluss auf der Frontseite besitzt. Auf der Rückseite bietet dieser Kanal einen Insert-Weg, beispielsweise zum Einschleifen eines Kompressors. Die letzten zwei Mono-Kanäle lassen sich in ihrer Panorama-Position verändern. Ein Stereo-Insert-Weg bietet eine zusätzliche Einschleifmöglichkeit für analoges Outboard. Neben dem Summenausgang gibt es auch einen Monitorausgang. Kanal l und 2 können so geschaltet werden, dass sie nur am Monitorweg anliegen.

Der Keymix 6 entpuppt sich im Studioalltag als Schweizer Taschenmesser. Neben dem Einsatz in kleiner Harddisk-Recording-Umgebung können Sie damit auch ein Mikrofon und ein paar CD-Player zusammenmischen, ihn als Submixer für fehlende Effektreturns Ihres Mischpults oder als Mikrofonvorverstärker für ein kleines Mischpult ohne Phantomspeisung einsetzen. Die Verarbeitungsqualität ist ebenfalls sehr hoch, ein integriertes Netzteil und ein Ground-l.ift-Schalter auf der Rückseite sind auch hier sinnvolle Details.
Vermisst habe ich insbesondere beim ersten Kanal, der als XLR-Mic-Preamp ausgelegt ist, eine Übersteuerungsanzeige.

 



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